Version 2.0.0 ausgerollt

Digitale Souveränität: Warum die Zukunft von ERP-Systemen offen sein muss

Ein ERP-System begleitet Unternehmen über Jahrzehnte. Wer heute ein ERP-System auswählt, entscheidet sich nicht nur für eine Software, sondern für eine Plattform, auf der Unternehmensdaten oft über Jahrzehnte wachsen. Umso wichtiger ist die Frage: Bleibt mein ERP-System auch in Zukunft unabhängig, flexibel und technologisch aktuell?

Genau hier setzt Kieselstein ERP an. Die bei der Generalversammlung 2026 beschlossenen technologischen Weichenstellungen werden bei Kieselstein ERP nicht lange diskutiert, sondern konsequent umgesetzt. Mit Version 2.0 wurden wesentliche technologische Grundlagen modernisiert – nicht für kurzfristige neue Funktionen, sondern für langfristige Investitionssicherheit und digitale Souveränität.

Was bedeutet digitale Souveränität?

Digitale Souveränität bedeutet, dass Unternehmen die Kontrolle über ihre Software, ihre Daten und ihre Prozesse behalten. Sie entscheiden selbst, wo ihre Daten gespeichert werden, wer darauf zugreifen darf und wie sich ihre ERP-Lösung weiterentwickelt. Gerade in Zeiten geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender Abhängigkeiten von internationalen Softwarekonzernen gewinnt dieses Thema immer mehr an Bedeutung. Wer unabhängig bleiben möchte, braucht offene Systeme statt geschlossener Plattformen.

Open Source schafft echte Unabhängigkeit

Kieselstein ERP verfolgt diesen Weg konsequent. Als Open-Source-ERP stehen Quellcode und Entwicklung offen zur Verfügung. Unternehmen sind nicht an einen einzelnen Hersteller gebunden und können die Weiterentwicklung jederzeit nachvollziehen. Jede Änderung wird über GitLab dokumentiert. Auch das öffentliche Änderungsprotokoll zeigt transparent, welche Verbesserungen und technischen Neuerungen laufend umgesetzt werden. Mitglieder der Genossenschaft können diese Entwicklung nicht nur verfolgen, sondern aktiv mitgestalten.

Version 2.0.0 schafft die Grundlage für die Zukunft

Mit Version 2.0 wurde die technische Basis umfassend modernisiert. Die Umstellung auf Java 21 sowie zahlreiche Verbesserungen an der Softwarearchitektur sorgen dafür, dass Kieselstein ERP langfristig wartbar, sicher und erweiterbar bleibt.

Für Anwender soll sich dabei möglichst wenig ändern. Das Ziel war bewusst, dass die Modernisierung im Alltag kaum auffällt. Man könnte sagen: Das Gebäude bleibt bestehen – erneuert wurden die Fundamente. Genau diese technische Basis ermöglicht es, zukünftige Entwicklungen einfacher und schneller umzusetzen.

„Freiheit bedeutet, nicht darauf hoffen zu müssen, dass ein Hersteller die richtigen Entscheidungen trifft. Ein ERP-System sollte Unternehmen unabhängiger machen – nicht abhängiger.“

Moderne Softwarearchitektur eröffnet neue Möglichkeiten

Bereits mit der kommenden Version 2.1 werden weitere technische Komponenten modernisiert – unter anderem WildFly und das Dokumenten-Repository Jackrabbit Oak. Gleichzeitig wurde der Programmcode konsequent bereinigt, standardisiert und zukunftssicher aufgebaut. Davon profitieren nicht nur bestehende Anwender. Auch neue Entwickler finden sich schneller im System zurecht und können leichter zur Weiterentwicklung beitragen – ein wichtiger Vorteil für jedes Open-Source-Projekt.

Open Source und LLMs passen perfekt zusammen

Ein weiterer Vorteil offener Systeme zeigt sich beim Einsatz moderner Large Language Models (LLMs). Dank offener REST-APIs und frei zugänglichem Quellcode können Unternehmen künftig eigene spezialisierte Anwendungen entwickeln oder mithilfe von LLMs erstellen lassen. Statt einer großen Standardoberfläche entstehen kleine, genau auf den jeweiligen Arbeitsplatz zugeschnittene Anwendungen. Geschlossene ERP-Systeme stoßen hier schneller an Grenzen. Dort müssen entsprechende KI-Funktionen meist vom Hersteller entwickelt und als zusätzliche Produkte angeboten werden.

Digitale Souveränität schützt Investitionen

Ein ERP-Wechsel gehört zu den aufwendigsten IT-Projekten eines Unternehmens. Daten müssen übernommen, Prozesse angepasst und Mitarbeiter geschult werden. Deshalb ist es entscheidend, dass ein ERP-System kontinuierlich weiterentwickelt wird und technologisch Schritt hält.

Mit der Version 2.0 und den bereits geplanten nächsten Entwicklungsschritten schafft die Kieselstein ERP Genossenschaft genau diese Grundlage. Ziel ist eine ERP-Plattform, die Unternehmen langfristig begleitet und gleichzeitig die digitale Souveränität ihrer Mitglieder sichert. Mit Version 2.0 profitieren Mitglieder unter anderem von einer modernisierten technologischen Basis sowie zahlreichen neuen Funktionen wie der automatischen Verarbeitung von Eingangsrechnungen oder automatisierten Reports.