Spart Open-Source Geld?

Die Frage, ob Open Source Geld spart, wird häufig gestellt. Ob Open-Source-Software tatsächlich günstiger ist als proprietäre Lösungen, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. Neben den Lizenzkosten spielen auch Support, Weiterentwicklung, Anpassungen und langfristige Betriebskosten eine wichtige Rolle.

Open Source bedeutet nicht kostenlos

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, dass Open Source automatisch kostenfrei ist. Tatsächlich müssen auch bei offenen Softwarelösungen die Unternehmen und Entwickler finanziert werden, die Wartung, Support und Weiterentwicklung übernehmen. Wer Open Source einsetzt, spart daher nicht automatisch Geld. Die Kosten entstehen lediglich an anderen Stellen als bei klassischen Lizenzmodellen.

Der Vorteil liegt oft in der Gemeinschaft

Besonders interessant wird Open Source, wenn mehrere Unternehmen gemeinsam von einer Software profitieren und deren Weiterentwicklung unterstützen, so wie das bei der Kieselstein ERP Genossenschaft der Fall ist. Werden neue Funktionen, Verbesserungen oder Fehlerbehebungen gemeinschaftlich finanziert, verteilen sich die Aufwände auf mehrere Schultern. Dadurch können Lösungen entstehen, die für einzelne Unternehmen alleine deutlich teurer wären. Gerade Genossenschaften, Communities oder andere Formen der Zusammenarbeit zeigen, wie dieser Gedanke in der Praxis funktionieren kann.

Mehr als nur eine Frage der Kosten

Bei der Bewertung einer Software sollten Unternehmen nicht ausschließlich die Anschaffungs- oder Lizenzkosten betrachten. Ebenso wichtig sind langfristige Faktoren wie Anpassbarkeit, Weiterentwicklung, Zukunftssicherheit und die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern. Ein oft unterschätzter Vorteil von Open Source ist die Unabhängigkeit. Unternehmen sind nicht an bestimmte Lizenzmodelle oder einen einzelnen Softwarelieferanten gebunden und behalten mehr Kontrolle über ihre eingesetzten Systeme.

Was Studien dazu sagen

Auch wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich mit dem wirtschaftlichen Nutzen von Open Source Software. Auf dieses Thema verweist unter anderem die Open Source Business Alliance (OSBA), die mehrere Beiträge zu den volkswirtschaftlichen Auswirkungen offener Software veröffentlicht hat. Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei eine Studie der Harvard University, die den wirtschaftlichen Wert von Open Source Software untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass offene Software weltweit einen enormen Beitrag zur digitalen Wertschöpfung leistet und viele Unternehmen von gemeinschaftlich entwickelten Lösungen profitieren.

Die teuerste Entscheidung ist oft nicht die Lizenz

Viele Unternehmen vergleichen Software anhand der Lizenzkosten. Die wirklich entscheidende Frage lautet jedoch: Was kostet die Einführung, der Betrieb – oder ein späterer Wechsel? Warum sich die Gesamtkosten schnell auf mehrere hunderttausend Euro summieren können, zeigt ein einfaches Rechenbeispiel. 

ProprietäreS ERP-System

*Total Costs of Ownership
Preiserhöhungen, Zusatzmodule & Erweiterungen nicht eingerechnet.

Kieselstein ERP

Alle Module, unbegrenzte User, Updates & Stimmrecht inklusive.

Fazit: Die langfristige Perspektive entscheidet

Spart Open Source also Geld? Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Wer ausschließlich auf Lizenzkosten blickt, greift oft zu kurz. Entscheidend sind die Gesamtkosten über den gesamten Lebenszyklus einer Software. Gerade langfristig können Open-Source-Lösungen durch mehr Unabhängigkeit, Transparenz und gemeinschaftlich finanzierte Weiterentwicklung wirtschaftliche Vorteile bieten.